Wanderfahrten – Fahrtenberichte

 

Wanderfahrten – Fahrtenberichte

 

 

 

Wesermarathon 2018

von Florian:
„Ob du dir da mal nicht zuviel vorgenommen hast?“ So ungefähr sind meine Gedanken, als ich mit unserem Wanderwart Christoph morgens um halb sieben (so gar nicht meine Zeit) in Hannoversch Münden einsetze und wenige Minuten später den Weserstein passiere. 53 km – so lange war ich noch nie am Stück gepaddelt. Auf der Ruhr und dem Kemnader See zum üblichen Training regelmäßig unterwegs, aber ein Debütant auf der langen Strecke. Letztlich hatte das Argument „Das schaffst du, die Weser hat viel Strömung!“ den Ausschlag gegeben. Und eine gewisse Neugier und Abenteuerlust, wie sich denn eine lange Strecke so anfühlt.Kühl ist der Beginn, mit leichtem Wind und noch ohne Sonne. Zügig wird ein Paddler nach dem anderen aufs Wasser gelassen, mehrere Boote legen pro Minute vom Einstieg ab. Über tausend Teilnehmer hätten sich angemeldet, hatte ich gehört. Absolut glaubhaft.

Foto: Cornelia Witzmann

Nach wenigen Minuten erreichen wir den Punkt, an dem sich Fulda und Werra angeblich permanent küssen. Beeindruckend ist der Anblick vom Wasser aus schon, wenn sich der Fluss an der Mündung weitet und dann in voller Breite weiterfließt. Überall sind Paddler (und auch einige Ruderer) zu sehen. Kayaks und Kanadier mit ein, zwei oder mehr Menschen darin, die in unterschiedlichem Rhythmus und Geschwindigkeit die Strecke in Angriff nehmen.Die 53 km nach Beverungen sind noch die kürzeste Distanz (Bronze-Strecke). 80 km nach Holzminden (Silber) und 135 km nach Hameln sind ebenfalls möglich. Das sind allerdings (noch) keine Distanzen für mich, sondern eher für die sportlich ehrgeizigen Leute. Die überholen mich mit teilweise beachtlicher Geschwindigkeit (teilweise in sehr schnittigen Modellen) überholen und verschwinden bald auf nimmer wiedersehen außer Sicht.

Foto: Cornelia Witzmann

An den Betrieb muss ich mich zunächst gewöhnen. Alleine ist man nie wirklich, stets hat man wenigstens drei weitere Boote im Blick. Manche Kollegen trifft man mehrfach wieder beim Überholen oder Überholt-Werden. Aber es ist nicht laut oder hektisch, es ist genug Ruhe, um die Strecke zu genießen. Die Weser windet sich – mal mehr, mal weniger – durch eine sehr naturnahe Landschaft, teilweise durch Naturschutzgebiete. Wälder, Wiesen, Hügel, kleine Dörfer, gegen Ende auch schroffe Klippen und Burgruinen bekomme ich zu sehen. Anfangs sieht man noch die Nebel vom Wasser aufsteigen, was eine fast märchenhafte Stimmung erzeugt. Dann durchdringen immer mehr Sonnenstrahlen den Dunst und lösen ihn allmählich auf. Als die Sonne schließlich voll am Himmel steht, wird es richtig warm. Strohhut, dunkle Brille und Creme mit ausreichend Lichtschutzfaktor leisten hier wertvolle Dienste.

Bis ich meinen Rhythmus gefunden habe, dauert es eine Weile. Danach geht es aber gut voran. Die Weser hat an vielen Stellen tatsächlich eine recht kräftige Strömung, sodass wir bei stetigem Paddeln etwa 9 km pro Stunde zurücklegen. Buhnen am Rand bieten oftmals eine gute Gelegenheit für Pausen, etwa zum Kleidungswechsel, zum Sonnencreme-Auffrischen oder Beine-Vertreten. Denn bei fast 6 Stunden im Boot steht man auch gern mal auf und streckt sich!

Foto: Cornelia Witzmann

Ich bin innerlich mittlerweile ziemlich entspannt. Nach Kilometer 40 liegen wir super in der Zeit, unsere angepeilte Ankunft um die Mittagszeit herum werden wir schaffen. Mein persönliches Ziel – Ankommen! – rückt immer näher. Da lassen sich auch lange Arme verschmerzen und auch, dass ab Bad Karlshafen etwa sieben Kilometer vor dem Ziel die Schulter anfängt zu zwicken. Aber die Strömung nimmt mich noch einmal mit, und schließlich ist das Ziel in der Ferne zu sehen – geschafft! Beim Anlegen heisst es noch einmal kräftig gegen sie Strömung anpaddeln – und wir werden am Steg tatsächlich noch von Vereinskameraden in Empfang genommen. Ein Sahnehäubchen.

Der Trubel am Ausstieg ist genauso groß wie am Einstieg. Als wir die Boote an Land tragen, merke ich wie kaputt ich bin. Aber auch stolz. Nächstes Jahr kommt dann die Wiederholung – vielleicht mit noch einigen Trainingsgefährten mehr?

 

Wesermarathon 2017

Diesmal sprechen die bewegten Bilder für sich. Drei Kanuten vom KCW nahmen an der Fahrt teil.





Nordhorner Kleinfluss-Touren 2016

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Foto Björn Klüßendorf

Foto: Björn Klüßendorf

Foto: Björn Klüßendorf

Zusammen mit befreundeten Kanu-Freunden aus Witten (WKG), Marl und Datteln nahmen zwei Kanuten vom KCW die Einladung des BC Nordhorn an und erpaddelten die Nordhorner Kleinfluss-Touren im März 2016. Bei schönem (schön kaltem) Wetter wurden die Wasser der Steinfurter Aa, der Vechta und der Dinkel in Angriff genommen. Los ging es am Samstag im Zentrum von Steinfurt. Nach Treff und Begrüßung aller teilnehmenden Kanuten (so ca. 60 Teilnehmer gingen in die Boote) verschwanden die letzten Schneereste – ja die Temperatur lag nun über Null Grad! – und die ersten Kilometer und Sohlschwellen wurden in Angriff genommen. Schmal, aber schnell und gut gefüllt schlängelte sich die Steinfurter Aa durch schönen Wald. Viele Schneeglöckchen grüßten vom Rand und auch der erste Bärlauch das Jahres lies den Waldboden ergrünen.

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auf der Steinfurter Aa / Foto: Björn Klüßendorf

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Steinfurter Aa / Foto: Björn Klüßendorf

Die Sohlschwellen waren rasant und erforderten volle Konzentration, um nicht an den Steinbrocken hängen zu bleiben, diese Stellen wurden jedoch von den Wittener Kanuten gut gemeistert. Dafür warteten bald jede Menge Baumhindernisse auf die Kanuten. Teilweise musste Umtragen werden, teilweise konnten die Hindernisse aber auch mit Kraft und Geschick überwunden werden. Gemeinsam mit den Nordhorner Kanuten und ihren Gästen wurden die 23 km bis zur Mündung in die Vechte und von hier bis nach Ohne bezwungen. Der Abend klang am Bootshaus der Nordhorner Kanuten bei Grünkohl und Video-Impressionen der Nordhorner aus ihrem Paddeljahr 2015 aus.

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Foto: Björn Klüßendorf

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auf der Dinkel

Am Sonntag stand die Dinkel auf dem Programm. Hier hieß es, immer schön zusammenbleiben, da der Bach reglemtiert ist und die Nordhorner Kanuten mit den entsprechenden Genehmigungen immer in Reichweite sein mussten. Bei ausreichend hohem Wasserstand und sonnigstem Wetter paddelten wir in Kolonne durch die Wiesen und Wälder-Landschaft. Abwechselnd war der Bach durch saftige Wiesen, altem und urigen Waldbestand oder durch Sandstrand und Steilufern begrenzt. Auch die Dinkel mäanderte sehr stark, so dass wir einige markante Wegpunkte mehrfach begrüßen durften. Ein Höhepunkt war auch auf der Dinkel die Überwindung vom Baumhindernissen. Einige Bäume versperrten auch hier die Durchfahrt, so dass nur Umtragen übrig blieb.

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Foto: Björn Klüßendorf

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Foto: Björn Klüßendorf

Aber gemeinsam wurden alle Hindernisse auf den 19 km bewältigt und nach gelungener Paddel- Fahrt von Hof Arnik bis zum Umflutkanal Denenkamp mit schönen Erinnerungen die Heimreise nach Witten angetreten.

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auf der Dinkel / Foto: Björn Klüßendorf


 

Fahrt nach Essen-Werden 2015

Da ich diesmal leider nicht an der Weserberglandrallye teilnehmen konnte, versuchte ich mich kurzentschlossen im heimischen Revier.

20150906_10174720150906_123050Dabei konnte ich reviertypische Architektur, angefangen von Fördertürmen wie in Essen Holthausen über die Villa Hügel bis zu Bausünden in Essen Steele, bewundern. Aber auch Natur, so konnte ich Graureiher, Nutrias und Komorane beobachten. Und Schwalben, die im Tiefflug um mein Boot kreisten.

Doch der Reihe nach:
Nach Start am Bootshaus des KCW gab’s die gewohnten Blicke und Ansichten: Ruhr-Uni in der Ferne, Schwalbe II in der Nähe, das Schwarzschwanpaar unter der Autobahn, Leuchtturm und zugewachsener See.
Flott habe ich den den See durchquert und die Rutsche durchfahren: schon grüßt Burg Blankenstein. Auch am Wehr kurz umgetragen und die Strecke bis Hattingen unters Paddel genommen. Die Rutsche, die schnell strömende Ruhr im Anschluss sowie der Isenburger Schwall waren schnell vorbei.
In Dahlhausen stellte ich fest, dass man es vom KCW hierher in reichlich zwei Stunden schaffen kann, zuletzt waren es mal so acht Stunden auf einer Tour.
20150906_13204120150906_135341Hinter Dahlhausen konnte ich drei Drachenboote bei ihren Paddelversuchen beobachten. So was kann ich beim KCW besser sehen! Also schnell weiter Richtung Steele. Die hier vorherrschende und durch / über die Bäume zu sehenden Bauten aus den 70ern luden jedoch nicht wirklich zum Verweilen ein. Deshalb bin ich gleich weiter. Nach Holthausen und Kupferdreh erreichte ich den Baldeneysee.
Auf dem See konnte ich ein kurzes Wettrennen mir dem örtlichen Fahrgastschiff für mich entscheiden. Von der Ferne konnte ich die Villen auf den umliegenden Hügeln bestaunen. Ja auch die Villa Hügel. Doch genau da erwischte mich noch ein ordentlicher Schauer.
Etwas durchnässt nahm ich das letzte Stück für heute in Angriff. Durch den Pfeiler des Wehres füh20150906_155945rt die Umtrage. Und ein paar Paddelschläge weiter erreichte ich nach insgesamt 41 km in Essen-Werden meine Ausstiegsstelle, an der mich meine liebe Frau für die Heimreise in Empfang nahm. (Achim Teichmann)


Wupperfahrt der Kanuwanderabteilung 2013

Am Sonntag, den 28.4.13 fand die zweite Wanderfahrt 2013 der Kanuwanderabteilung des Kanu-Club Witten e.V.statt.

DSC_0139Sechs Kanuten des Kanu-Club Wittens erlebten bei sonnigem, aber kalten Wetter eine Kanutour durch das Bergische Land auf der Wupper. Aufgrund des recht geringen Wasserstandes konnte nicht von der Müngstener Brücke (wie geplant)gestartet werden, sondern von Wupperhof. Idyllisch führte der Flusslauf durch die herrlich-grüne Frühlingslandschaft. Dazu bot der Fluss die eine oder andere kleine paddlerische Herausforderung und schlängelte sich abwechslungsreich begleitet von einigen „Ohh“s und „Ahh“s nach Leverkusen-Opladen.


 

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